Es sollte eigentlich ein weiterer #goodnews Post werden. Ein Beitrag, der Haltung zeigen und demonstrieren sollte, dass es irgendwie weiter geht. Doch dann kam etwas dazwischen, dass ich immer noch nicht fassen kann…

 

Liebe Partner, liebe Freunde,

dies sollte eigentlich ein weiterer #goodnews Post werden, der Haltung zeigen sollte. In dem Bewusstsein, dass es für viele von uns gerade schwere Zeiten sind brauchen wir Hoffnung und sollten in unterschiedlichsten Facetten zeigen, dass es weiter geht.

Da ich Ende letzte Woche anlässlich der Jury Sitzung eines Awards für Digitalisierung die Gelegenheit hatte einige über die Jahre lieb gewonnene Freunde und bekannte Gesichter zu treffen, wollte ich darüber erzählen, wie sehr mich diese Zusammenkunft aus Wissenschaftlern und Praxispartnern begeistert hat. Ich wollte mich darüber freuen, dass obwohl dieses Treffen normalerweise in Frankfurt stattfindet, Zoom trotz einiger Bandbreitenprobleme dem Gefühl der Verbundenheit kaum einen Abbruch getan hat. Und ich wollte euch gerne mitteilen, wie glücklich und stolz mich trotz all der Arbeit dieses Ehrenamt macht.

Als mich dann aber am Wochenende völlig überraschend die Nachricht vom Freitod des Schirmherrn ebendieser Veranstaltung, Dr. Thomas Schäfer, CIO und Finanzminister des Landes Hessen erreichte, habe ich erst mal gar nicht realisiert, was ich da gerade gehört habe. Ich kann es ehrlich gesagt schlicht nicht fassen. Scheinbar kann Verzweiflung jeden von uns überrollen – egal, was wir für Energiepakete sind.

Mir wird klar, dass Corona gerade nicht unsere einzige Bedrohung ist. Die Angst vor Überforderung, Versagen oder Verlust kann jeden von uns aus dem Gleichgewicht bringen. Ich glaube es ist wichtig, dass wir uns mehr als sonst um die menschen in unserem direkten Umfeld kümmern. Depression ist eine tückische und schwer zu erkennende Krankheit. Einsamkeit und Isolation machen es nicht besser.

Tut mir bitte einen Gefallen: Wenn ihr bei den Menschen um euch herum Anzeichen entdeckt, nehmt diese Krankheit ernst, zeigt Verständnis und baut eine Brücke zu professioneller Hilfe. Alleine kommt man aus dieser Lage oftmals nicht so leicht heraus. Macht euch bewußt, dass es eine „normale Krankheit“ ist. Mit einem gebrochenen Bein geht man auch zum Arzt.

Wenn ihr selbst denkt, dass ihr vielleicht betroffen seid, SEID BITTE NICHT STARK – SEID MUTIG und sucht euch professionelle Hilfe. Bei der deutschen Depressionshilfe gibt’s ein Infotelefon (0800-3344533). Unter der 112 bekommt ihr kurzfristig Hilfe.

PS: Typische Symptome einer Depression sind:

  • Schmerzen (z.B. unspezifische Kopf- oder Bauchschmerzen)
  • ständige Müdigkeit, Energiemangel
  • nachlassendes sexuelles Interesse
  • Reizbarkeit, Angst
  • zunehmende Lustlosigkeit, Apathie
  • missmutige Stimmungslage
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit

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