Mein erstes, großes KI-Softwareprodukt ist gescheitert. Und genau das ist das Beste, was mir passieren konnte. Heute schreibt die Presse über diese Erfahrung und das Ergebnis. Und vor noch nicht mal einem Jahr hätte ich fast aufgegeben….
2024 hatte ich mit meinem Freund Jochen eine Idee für eine App.
Medizinischer Kontext.
Kein großes Budget, aber viel Herzblut.
Wir haben uns entschieden, nicht nur KI-Features zu nutzen, wir wollten die KI auch als Developer einsetzen.
Prototyp/PoC und MVP hatten wir schnell entwickelt und die Erfahrung mit Vibe Coding war überaus beeindruckend … Lovable eben.
Leider kam dann die Realität: Als wir die App auf die Devices der Patient:innen und in die großen App Stores bringen wollten gab es administrative und technische Probleme. Frustrierend und gefühlt erst mal unlösbar.
Wir hatten das KI-Tool überschätzt.
Ich hatte gehofft, die KI würde uns den „leichten Weg“ bauen. In Wahrheit ist die Realität vielschichtiger (Details gibt‘s im Digitacheles KI Podcast „Coding mit KI“).
Nach 8 Monaten Arbeit haben wir etwas getan, das sich brutal anfühlte: Wir haben noch einmal komplett von vorne angefangen: Neue Programmiersprache. Neues Tool-Setup. Angepasste Architektur. Erst dadurch wurde aus unserer Idee ein echtes Produkt.
Ich bin dankbar für dieses „Scheitern“.
Es hat mich demütiger gemacht.
Und differenzierter.
Das hat mich an etwas erinnert:
Extreme Positionen erzeugen Widerstand.
Graustufen erzeugen Akzeptanz.
Gerade bei KI.
Es hat mir wieder mal gezeigt wie rewarding es ist nicht zu früh aufzugeben. Rückschläge gehören leider dazu, wenn ich mir große Ziele setze.
Ich erlebe gerade Chancen im XXL Format. Gerade für die Kreativen und Mutigen unter uns. Ich sehe viele Barrieren aber mein vorherrschendes Gefühl ist Optimismus.
Ich bin neugierig – woran glaubst Du?

