Ich beobachte gerade ein Phänomen, das mich nachdenklich macht:
Viele Führungskräfte sprechen über KI.
Aber sie entscheiden nicht.
Nicht, weil sie keine Tools kennen.
Nicht, weil sie die Technologie nicht spannend finden.
Sondern weil sie vor Entscheidungen stehen, die anders sind als vieles, was wir aus klassischen IT-Investitionen gewohnt sind.
Die Entscheidung für den Einsatz von KI hat meistens unklare Konsequenzen – und in vielen Organisationen ist dieser Entscheidungsrahmen (noch) nicht sauber definiert.
Klassische Technologie-Investitionen lassen sich planen.
KI lässt sich nur erfahren.
Und Erfahrung entsteht erst dann, wenn man macht statt nur denkt, bzw. plant.
Achja: Wenn ich von KI spreche, meine ich nicht primär Chatbots/ GPT’s.
Ich meine spezialisierte KI-Systeme, die konkret an Geschäftsprozesse andocken und Abläufe verändern, unterstützen oder automatisieren.
Ich sehe das täglich in unseren Kundenprojekten:
Die größte Blockade ist selten die Technologie.
Es ist fast immer der Mensch – bzw. konkreter der Kontext, in dem er entscheidet (oder eben nicht entscheidet).
Die Frage ist nicht: Was kann KI?
Die eigentliche Frage ist:
👉 Wie lange nehmen wir das Risiko in Kauf, nicht zu handeln?
Denn während Wettbewerber bereits KI-Erfahrungen sammeln, ist Unentschlossenheit irgendwie keine neutrale Option mehr, oder?
Mich interessiert: Wenn ihr heute eine KI-Entscheidung treffen müsstet – welcher Prozess wäre euer erster Pilot? Und was wäre die wohl größte Hürde ?
Disclaimer:
Als Buchautor beschäftige ich mich schon lange mit Technologie-Akzeptanz. Mir geht es nicht darum, Menschen zu beschuldigen, sondern Effekte sichtbar zu machen und – wenn ich kann – Barrieren zu überwinden. Der Faktor Mensch war selten wichtiger als in dieser Übergangsphase.

