Echtheit bei KI Musik.

In Unternehmertum & Mensch by Jens Wehrmann

Spotify hat mir einen Song in die Playlist gespült.
Outlaw von Shunned at a Funeral.
Ich kannte die Band nicht.

Der Song lief los und ich dachte:
Verdammt.
Der ist richtig gut.

Glockenklare Stimme.
Schreiende E-Gitarre.
Ein Schlagzeug, das ordentlich nach vorne schiebt.

Energetisch.
Direkt.
Ein bisschen dreckig.

Und dann auf einmal?
Überraschung!

Ein Banjo.

Genau die Art Rockmusik, bei der ich nicht analysiere, sondern erst mal lauter mache.

Ab auf meine Favoritenliste damit.
Und dann habe ich mal nachgeschaut, wer dahintersteckt.

Und dann wurde es schräg.
Ich hab‘ nämlich geschaut, was das für ‘ne Band ist.

Shunned at a Funeral gibt es nicht wirklich:
Keine echten Musikerinnen.
Keine gemeinsame Geschichte.
Keine Tour.
Keine verrauchte Kneipe.

Sondern offenbar ein komplett KI-generiertes Musikprojekt.
Songs.
Bilder.
Storys.
Website.
Alles.

Und nu?

Muss ich den Song jetzt schlechter finden?
Oder war mein Gefühl vorher echter als meine Bewertung danach?

Ich glaube, genau hier wird KI gerade spannend.
Nicht technisch.
Sondern menschlich.

Was ist eigentlich echt?
Der Ursprung?
Die Absicht?
Die Geschichte dahinter?
Oder das, was es in mir auslöst?

Ich habe darauf keine fertige Antwort.

Aber ich merke:
Sobald ich weiß, dass etwas KI-generiert ist, höre ich anders.
Lese anders.
Schaue anders.

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Veränderung.

Nicht, dass KI Content erzeugen kann.
Sondern dass wir anfangen, Echtheit neu zu verhandeln.

Hier findet Ihr das Video:

Macht euch gerne mal ein eigenes Bild.

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