An viel zu vielen Tagen lasse ich mir von meinem Smartphone die Zeit stehen. Und dann ärgere ich mich über die fehlende Disziplin dem geschickten #Zeitdieb gegenüber.
Es gibt viel zu viele Apps, die darauf abzielen uns in ihren Bann zu ziehen und unsere Zeit zu klauen. Das nervt mich. Ich bin mir der Ambivalenz dieser Aussage durchaus bewußt. Zumal wir – sowohl ich beim Schreiben als auch ihr beim Lesen dieser Zeilen – in diesem Moment GENAU SO eine App benutzen 🥲.
Es gibt Situationen, da fällt es mir leicht das Ding weg zu legen.
Z.B. wenn ich mit meinen Kindern lese, sind Handy’s tabu.
Ich genieße diese kuschelige analoge Tradition.
Gestern haben wir ein „neues“ Buch aus dem Schrank gezogen.
Es ist keineswegs neu, sondern ziemlich vergilbt.
Es kam bereits 1973 heraus.
Es heißt Momo.
„Das Buch ist ja älter als Du, Papa.“ hörte ich von links.
„Worum geht es da?“ fragt es von rechts.
Ich musste nicht lange suchen und las die Antwort aus dem Klappentext laut vor:
„MOMO oder Die seltsame Geschichte von den Zeitdieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte“
Es ist beeindruckend mit welcher Wucht mich diese Zeilen triggern.
Wir können dankbar sein für derart wundervolle Bücher wie dieses.
Ich spüre in diesem Moment wie ich etwas verlorene Zeit zurück bekomme und drücke symbolisch mal kurz auf Pause um dieses Gefühl festzuhalten 🙏.
Und? Wann habt ihr das Gefühl Zeit zurück zu bekommen?
Gruß vom Jens (heute mal ohne Apps)

